Mit dem Rad bis zum Ufer der Havel
Der 20 ha große Grünzug entlang des Bullengrabens in Berlin verbindet den alten Dorfkern von Staaken mit dem Havelufer in Spandau. Erschlossen wird er durch einen rund 4 km langen, durchgehenden Asphaltweg. Auf ihm können Radfahrer und Spaziergänger seit Herbst 2007 die wiederhergestellten Feuchtwiesen und renaturierten Gewässer erkunden.
Entlang des Grabens führt ein 3 m breiter und rund 4 km langer Asphaltweg durch die Grünfläche. Aus gestalterischen Gründen wurde er auf einer Seite von einem Granitband eingefasst. Der helle Granit steht in einem eindrucksvollen Kontrast zum dunklen Asphalt – ein wiedererkennbares Element, das sich durch den ganzen Bullengraben zieht. Die griffige und ebene Oberfläche gewährleistet die Nutzung des Wegs bei jedem Wetter.
Höchste Präzision beim Einbau
Der schlechte Baugrund des Niederungsgebiets erforderte den Einbau einer besonders starken Frostschutzschicht aus Kies und feinen Gesteinskörnungen in einer Dicke von 50 cm. Darüber befindet sich eine 20 cm dicke Tragschicht aus einem Gesteinskörnungsgemisch 0/32 und eine 8 cm dicke Asphalttragschicht 0/22 C, auf die eine Deckschicht aus Asphaltbeton 0/5 in einer Dicke von 3 cm eingebaut wurde. Zur Entwässerung besitzt der Weg ein leichtes Gefälle von etwa 2 %. Beim Einbau des Asphalts war deshalb Genauigkeit und Präzision gefragt: Um die Entwässerung zu gewährleisten, durfte der Asphalt nicht höher eingebaut werden als der Granitstreifen am Rand. Der Einbau des Asphalts erfolgte größtenteils maschinell, nur an einer Stelle im vierten Bauabschnitt machte der Gefällewechsel des Wegs einen Einbau per Hand notwendig.
Baumassnahme: Wege
Ausführungsart: Baustoffkombinationen mit Asphalt
Bundesland: Berlin / Brandenburg
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